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Ein informationsgenerierendes System. Die systemische und kommunikationspsychologische Sichtweise bezieht in die analytische Betrachtung eines Systems verschiedene Wirkkräfte mit ein. Der Journalismus als informationsgenerierendes System kann als ein bestimmtes System betrachtet werden, das Informationen generiert für sich selbst, aber auch für andere Systeme, wie etwa das politische, juristische, soziale, künstlerische oder Wirtschaftssystem.


Perspektiveneinnahme. Der professionelle Journalismus ist stark eingebunden in diverse ökonomische und politische Interessen. Wir müssen feststellen: Informationen sind stets gefärbt von einer bestimmten Perspektive und es gibt keinen rein objektiven Journalismus. Dies gilt für alle Ausdrucksformen und so natürlich auch für journalistische Texte und visuelle Beiträge. Denn die Kommunikationswissenschaft (Watzlawick) und Philosophie (Derrida) lehrt uns, dass man nicht nicht eine bestimte Perspektive einnehmen kann, wenn man sich ausdrückt.


Macht scheut Meta-Reflexion. Aus dieser Tatsache können wir uns zwei Fälle denken: Einer ist, dass ein journalistisches System immer geschlossenener wirkt, was dazu führt, dass die je eigenen eingenommenen Perspektiven immer weniger reflektiert werden. Dies ist höchst problematisch, da so eine bewusste oder unbewusste Ideologie sich zum Fundamentalismus entwickeln kann. Ferner wächst mit der fehlenden Meta-Reflexion auch die Beanspruchung von Macht. Zur Machtkritik gehört daher auch Meta-Reflexion. Macht scheut Meta-Reflexion.


Der zweite Fall: Das journalistische System wird von Aussen wie von Innen genährt durch Meta-Reflexion. Denn Meta-Reflexionen sind Reflexionen, die über eine Sache, eine Perspektive, nachdenken, die gerade eingenommen wurden. Durch Meta-Reflexionen kann ein System sich zum Wandel bewegen, denn die Regeln, die gerade wirken, werden transparent(er). Daher sind Meta-Reflexionen sehr wichtig - wenn ein Wandel wünscht ist.


Denken wir an den ersten Fall, so wird klar: Je geschlossener ein System wirkt, umso weniger ist Meta-Reflexion erwünscht, ja sie wird wie gesagt gescheut oder angegriffen. Meta-Reflexion ist Auch in einer Journalismuskritik ist Meta-Reflexion ein wichtiger Bestandteil. Es ist etwa die Reflexion, welche Wirkkräfte gerade aktiv sind.


Komplexität im Journalismus. Worum sich der professionelle Jounalismus nun bemühen kann, ist eine möglichst perspektivenreiche Position beschreiben. Dies fordert aber die Komplexitätswahrnehmung und -beschreibung sowohl JournalistIn wie auch LeserIn stark heraus und in den aktuellen Zeiten des Infotainments gilt es als verpönt, die LeserInnen beim Lesen zum Nachdenken anzuregen. Sie sollen unterhalten werden. Daher wird üblicherweise darauf verzichtet zugunsten eines einfachen - vereinfachenden - Textes. Eine zweite Möglichkeit für den professionellen Journalismus wäre es, die eigene Positionen möglichst selbst klar darzustellen. Auch dies ist nicht immer einfach.


Meta-Reflexionen einer Journalismuskritik. Hier begründet sich eine sich um Perspektivenvielfalt bemühende professionelle Journalismuskritik: 1. Die Erweiterung der vereinfachenden, vielleicht auch einer «schrecklichen Vereinfachung» (Watzlawick) erlegenen journalistischen Texte. 2. Die Meta-Reflexion einer nicht deutlich werdenden eingenommenen Perspektive eines Textes oder Videobeitrags. 3. Die Kritik bewusst einseitig informierender Texte, die Wesentliches an Informationen auslassen oder etwa eine Kleine Begebenheit als ein riesiges Ganzes darstellen (Pars pro toto-Prinzip). 4. Die Meta-Reflexion darüber, worüber nicht geschrieben wird.


Journalismuskritik - Konsumentenschutz für journalistische Produkte. Journalistisch bearbeitete Informationen sind wichtige Grundlagen der politischen und sozialen Meinungs- und Bewusstseinsbildung und sie entfalten unterschiedliche Wirkungen. Journalismuskritik ist auch Gesellschafts- und Systemkritik. Daher ist eine informationskritische Sicht auf den professionellen Journalismus wichtig. Mit unserer Informationskritik wollen wir Intransparenzen offenlegen im Sinne eines Konsumentenschutzes für journalistische Text- und Videoproduktionen.


Wissenschaft-in-Praxis. Kriterien unserer Journalismuskritik richten sich nach kommunikationswissenschaftlichen, psychologischen, soziologischen, philosophischen und publizistischen Analysen eines jeweiligen Inhaltes, die Wirkungs- und Zielreflexion - wie wirken Texte und Aussagen und wohin zielen die Texte und Videobeiträge? - sowie die Offenlegung vorhandener Wirkkräfte, um die Perspektivenvielfalt eines Textes zu erhöhen. Die Meta-Reflexion der eigenen Position wird auch einbezogen in die ausgeübte Journalismuskritik, der Horizont der eigenommenen Perspektiven ist jeweils die wissenschaftlich gestützte und praxisorientierte Ausrichtung für einen nachhaltigen Wandel in lokaler und globaler Hinsicht.

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-Zu einem 10vor10-Beitrag nach Annahme der Anti-Minarett-Initiative: Kategorien-Mischmasch (pdf, 49Kb).

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